anker original R by Theo-Klems pixelio.deEin Zustand, der dir vielleicht bekannt vorkommt: Du möchtest etwas tun, was dir ganz wichtig ist und dann traust du dir das plötzlich nicht mehr zu. Vielleicht taucht dann noch ein alter Satz in dir auf wie: „Das schaffst du nie!“ oder „Schuster bleib bei deinen Leisten!“ Das sind Glaubenssätze aus unserer Vergangenheit, die oft ganz unbedacht von jemandem ausgesprochen wurden und in unserem Unterbewusstsein abgelegt wurden. Jetzt wirken sie immer noch in uns und hindern uns, das zu tun, was wir wirklich wollen. Wir fühlen uns dann ängstlich, mutlos, minderwertig, schwach ...
Oft hilft da schon diese NLP Übung: Den positiven Anker setzten!

Mach dir die negative Situation kurz bewusst und die Gefühle, Bilder und Worte, die vielleicht damit verbunden sind.

1. Setzt dich an einen ruhigen Platz, an dem du ungestört bist.

2. Denke an einen positiven Gefühlszustand, den du auf Wunsch erreichen möchtest. Du willst dich in der Situation z.B. begeistert, mutig, lachend, kraftvoll, konzentriert, entspannt, liebevoll... fühlen.

3. Suche dir einen Anker aus: Das ist eine Körperstelle, die du jederzeit, problemlos, wenn es darauf ankommt, berühren kannst, wie zum Beispiel Daumen und Zeigefinger, die du zusammendrückst, oder den Ellenbogen oder das Knie, das du mit der Hand umfasst.

4. Erinnere dich jetzt, vielleicht mit geschlossenen Augen, an eine Situation bei der du dieses positive Gefühl, das du erreichen möchtest, stark gespürt hast. Du gehst einfach in deiner Erinnerung zu einem Ereignis, wo du dich so gut gefühlt hast. Dein Unbewusstes führt dich dort hin.

5. Begib dich in Gedanken wieder ganz in die Situation hinein und durchlebe das Erlebnis so realistisch wie möglich in Gedanken. Nutze dazu alle deine Sinne: was fühlst du gerad in dieser positiven Situation, was hörst und siehst du, ist da auch ein Geschmack, was hast du damals gefühlt, gehört und gesehen?

6. Während das angestrebte, gute und hilfreiche Gefühl immer stärker wird, soll der Anker gesetzt werden (Drücke z.B. Daumen und Zeigefinger zusammen, kurz vor der stärksten Wahrnehmung des Gefühls).

7. Jetzt löse den Anker, das heißt du öffnest z.B. die Finger. Öffne auch die Augen und kehre wieder ins Hier und Jetzt zurück und denke an etwas völlig anderes. Du kannst einmal aufstehen und deine Arme und Beine ausschütteln.

8. Teste jetzt deinen Anker! Löse ihn wieder aus, indem du, wie eben z.B. Daumen und Zeigefinger zusammen drückst, oder Knie und Ellenbogen umfasst.
Denke jetzt an die Ausgangssituation. Wie fühlt sich die Situation jetzt an? Vielleicht siehst du sie jetzt mit anderen Augen.

Sollte der Anker noch nicht wirken, gehen wieder zu Schritt 5 zurück und wiederhole nochmals die nachfolgenden Schritte. Wichtig ist, den Anker zu setzen, wenn das Gefühl am Intensivsten ist. Nehme dir nur jeweils eine Emotion und einen Anker vor und weise jeder Emotion jeweils nur einen Anker zu. Gehe erst an einen neuen Anker heran, wenn der gerade erarbeitet Anker einwandfrei funktioniert.

Jetzt kannst du den Anker bewusst immer auslösen, wenn du das Gefühl benötigst.

Viel Freude mit dem neuen Werkzeug aus der NLP Werkzeugkiste! Da sind noch jede Menge Werkzeuge drin, die dich voran bringen!

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